Kindergottesdienst mit Trinitas "Der barmherzige Samariter"

​Liebe Kinder, liebe Eltern!
Jesus sagt: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Momentan können wir nicht in der Kirche/ im Kigo-Raum im Matthias-Lauber-Haus unsere Gottesdienste feiern. Aber wir können es miteinander als Familie zu Hause tun.

Wenn ihr Lust habt, dann sucht euch zuerst euren Kirchenort aus, einen besonders schönen Ort, wo ihr es euch gemütlich machen könnt. Ihr könnt diesen Ort für den Gottesdienst besonders gestalten. Und da können alle mithelfen. Vielleicht Kissen auslegen, auf denen ihr sitzen möchtet und einen Altar auf einer Kiste, einem Tisch oder einem Tuch vorbereiten. Eine brennende Kerze aufstellen, die uns daran erinnert, dass Gott bei unserer Feier dabei ist. Eine Bibel, in der so viele wunderbare Geschichten von Gott und den Menschen stehen – vielleicht habt ihr eine Lieblings-Kinderbibel. Ein Kreuz dafür, dass Gott zu uns in die Welt gekommen ist und den Tod besiegt hat. Vielleicht bastelt oder baut oder malt ihr eines. Blumen, die den Altar schmücken – echte, gebastelte, Blumen aus Lego oder Playmobil. Bei den Liedern können alle mitentscheiden, welche Lieder ihr gerne singen mögt. Der Ablauf ist ein Vorschlag. Ihr könnt auch gerne erst den Gottesdienst feiern und dann im Anschluss basteln.

Hallo Kinder,

diese Woche stand ich immer noch in der Kirche. Jetzt aber nicht mehr im Ostergarten, denn der wurde inzwischen abgebaut. Sondern nun stand ich eine Woche lang am Altar.

Der Herr ist mein Hirte
Bildrechte: beim Autor

Denn in der Kirche war ein Stationenlauf aufgebaut zu Psalm 23. Dort wird Gott als ein Hirte beschrieben. Und da, wo es um Hirten geht, da bin ich gut aufgehoben. Das weiß ich.

Gar nicht gut aufgehoben war der Mann, um den es in der heutigen Geschichte geht. Mannomann, dem wurde ganz schön übel mitgespielt. Aber Gott sei Dank hilft ihm jemand. Mehr verrate ich nicht. Viel Spaß bei der neuen Geschichte,

wünscht euch eure

Trinitas! Mäh

 

 

 

Downloaden könnt ihr den ganzen Gottesdienst "Der barmherzige Samariter" hier:

 

 

 

Kindergottesdienst am 03.05.2020 „Der barmherzige Samariter“

Zu Beginn könnt ihr eine Glocke läuten oder ein Lied singen oder von einer CD spielen. Oder ihr hört die Glocken einer Kirche in eurer Nähe oder schlagt eine Klangschale an. Oder ihr lasst hier die Glocken unserer Kirche läuten:


 

 

Einer:    Wir sind hier zusammen und feiern Gottesdienst. Wir alle und Gott. Deswegen beginnen wir diesen Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Dazu Kerze anzünden.

Alle:    Amen

Gebet:     
Gott,
immer noch können wir nicht zusammen Kindergottesdienst feiern.
Unsere Freunde und die anderen Kinder fehlen uns sehr.
Jetzt merken wir, wie wichtig uns die anderen Menschen sind
und was Gemeinschaft für uns bedeutet.
Lass uns trotzdem die Gemeinschaft mit anderen und dir zusammen im Gottesdienst spüren.
Schenke uns Mitgefühl für andere Menschen und ihre Bedürfnisse,
lass uns auf einander achten und und gegenseitig schätzen.
Wir hoffen auf ein baldiges Wiedersehen im gewohnten Rahmen.
Amen
    
Vielleicht mögt ihr jetzt ein Lied singen. Heute eignen sich besonders Lieder voller Hoffnung.
In der Liste unten sind ein paar neue Lieder aufgenommen.

Geschichte:    

Der barmherzige Samariter
Zu Jesus kam einmal ein Gelehrter, der sich gut in der Heiligen Schrift auskannte. Er wollte prüfen, ob Jesus sich damit auch auskannte. Er fragte Jesus: „Was muss ich tun, damit ich zu Gott komme?“ Jesus antwortete ihm: „Du kennst doch alle Gebote!“ Der Gelehrte antwortete: „In den Geboten heißt es, du sollt Gott von ganzem Herzen lieben und deinen Nächsten wie dich selbst. Aber wer ist denn mein Nächster?“

Jesus erzählte daraufhin folgende Geschichte:
Es ging einmal ein Mann von Jerusalem nach Jericho. Der Weg war weit und beschwerlich. Er musste über hohe  Berge steigen, tief unter ihm lag das Tal. In der Gegend waren kaum Menschen zu sehen. Dann musst er den steilen, schmalen Weg vorsichtig ins Tal zurück wandern. Es war heiß und sehr trocken. Der Mann musste sich auf jeden seiner Schritte konzentrieren, um nicht zu stürzen. Er achtete konzentriert auf den Pfad. Deshalb merkte er nicht, dass sich jemand näherte. Plötzlich standen Männer vor ihm. Der Mann erschrak sehr. Bevor er etwas sagen konnte, fielen die fremdem Männer über ihn her. Sie zerrten an seiner Tasche und der Kleidung bis sie zerriss. Sie schrien ihn an: „Wo hast du dein Geld und die Wertsachen. Solche Menschen wie du, sind reich! Gib her ,was du hast!“ Einer der zerlumpten Männer sagte höhnisch.“Du kannst ja neue Reichtümer holen, wenn du dich nochmal über die Berge traust“. Der Mann versuchte sich zu schützen und hielt die Hände vors Gesicht. Die Räuber schlugen auf ihn ein. Endlich, als sie alle seine Wertsachen erbeutet hatten, ließen sie von ihm ab und verschwanden ebenso geräuschlos, wie sie aufgetaucht waren.
Da lag nun der Mann am Wegrand im Staub. Er war durch die groben Schläge durch das Zerren an seinen Sachen verletzt worden. Er konnte alleine nicht mehr aufstehen und brauchte Hilfe. Er hatte Schmerzen und war durch die Hitze des Tages auch sehr durstig. Aber in dieser Einsamkeit war niemand da.

Plötzlich hörte er Schritte. Er hob den Kopf und stöhnte leise. Da kam ein Priester auf dem Weg daher. Er war im Tempel gewesen, wo er gebetet hatte. „Dieser Priester wird mir gewiss helfen“, dachte der Verletzte. Hoffnungsvoll drehte er den Kopf dem Wanderer zu. Der Priester aber würdigte ihn keines Blickes. Im Gegenteil, er beschleunigte seine Schritte und lief schnell an dem Verwundeten vorbei. Nach kurzer Zeit war er verschwunden. Enttäuscht sank der Mann wieder in den Staub.
Die Stunden vergingen. Wieder hörte der Verletze Schritte. „Diesmal wird mir der Fremde bestimmt helfen“ hofft der Mann. „Er muss doch die Hitze auch spüren und meine Wunden sehen. Es kann ihm doch nicht egal sein, wenn er mich so hilflos sieht.“ Ein Levit kam des Weges. Er hatte im Tempel gedient und war nun mit seiner Arbeit fertig. Er war auf dem Weg nach Hause. Als er da jemand auf dem Boden liegen sah, wendete er den Blick schnell ab. Er blieb nicht einmal stehen sondern ging einfach an dem verwundeten Mann vorbei. Nach kurzer Zeit war wieder alles still. „Ich werde wohl hier sterben. Hilfe wird nicht mehr kommen“, dachte der Verletzte verzweifel. Wieder verstrichen viele Stunden, in denen der Mann alleine in der sengenden Sonne auf dem Boden lag.
Als er erneut Schritte wahrnahm, hob er nicht einmal mehr den Kopf. Dafür hatte er einfach keine Kraft mehr. Diesmal ritt wohl jemand vorbei, denn er hörte das Geräusch von Hufen auf dem steinigen Weg. Plötzlich hörte das Klappern auf und jemand sprang auf den Weg. Mühsam öffnete der verwundete die Augen. „Oh, der sieht aus, wie ein Samariter. Der wird mit ganz bestimmt nicht helfen. Der gehört ja nicht  einmal zu meinem Volk“, dachte der Mann bei sich. Enttäuscht schloss er die Augen wieder. Er wollte weder sehen noch hören, wie man ihn hier so einfach liegen ließ. Doch nun näherten sich Schritte. Der Mensch kam tatsächlich auf ihn zu. Der Fremde kniete sich neben ihm nieder. „Du Armer“, sagte der fremde Mann voll Mitleid. „Was ist dir denn passiert?“ Vorsichtig hob er  den Kopf des Verletzten an und gab ihm aus seiner Wasserflasche zu trinken. „Du musst ja fast verdurstet sein“. Dann sprach er beruhigend auf den verwundeten Mann ein, während er sanft die Wunden auswusch und sie mit sauberen Tüchern verband. Danach hob er ihn vorsichtig auf seinen Esel, der daneben stand. Behutsam stützte er Samariter den Verletzten, damit er während des steilen Weges nicht noch mehr Schmerzen erleiden musste. An der nächsten Herberge hielt der Samariter an und führte den Verwundeten ins Haus. Er legte ihn in ein Bett und schaute, dass der verletzte Mann auch eine Wasserkanne am Bett stehen hatte. Die ganze Nacht bleib der fremde Samariter bei dem kranken Mann und kümmerte sich um ihn.
Am nächsten Morgen ging der Samariter zu dem Wirt und sagte: “Kümmere dich um den Mann und sorge gut für ihn. Pflege ihn, bis er wieder gesund ist. Hier hast du zwei Silbermünzen. Wenn es nicht reicht und du mehr brauchst, bezahle ich es dir, wenn ich wieder zurück komme.“

Hier beendete Jesus seine Geschichte. Nun sage mir: “Wer von den drei Männern war dem verletzten Mann am nächsten, der Priester, der Levit oder der Samariter?“ Für den Gelehrten war das nicht schwer: „Der Samariter natürlich“, antwortete der Gelehrte. „Gut!“ sagte Jesus. „Dann mache es wie er!“

Vielleicht mögt ihr jetzt ein Lied singen. Oder euch über die Geschichte unterhalten

Basteln: Ein Esel

Esel basteln
Bildrechte: beim Autor

(aus: www.wunderbare-enkel.de)
Eine der beiden Klorollen schneidet ihr der Länge nach durch, so erhaltet ihr zwei halbe Rollen. Eine Hälfte nehmt ihr zur Hand. Ihr zeichnet an den beiden Schnittseiten jeweils einen Bogen auf, am Rand soll etwa 1,5 cm auf beiden Seiten für die Füße stehen bleiben. In der Mitte muss aber auch noch ein Streifen von ca. 1,5 cm für den Rücken/Bauch stehen bleiben. Schneidet die Bögen weg. Wenn ihr nun die halbe Rolle mit den ausgeschnittenen Bögen nach unten auf den Tisch stellt, habt ihr eine Art Brücke auf vier kurzen Pfeilern. Dieses sind die vier Beine des Esels. Auf den Mittelstreifen klebt ihr die ganze Klorolle als Körper. Auf den grauen Karton zeichnet ihr einen Eselkopf mit langem Hals und schneidet ihn aus. Am besten malt ihr die Augen und die Schnauze gleich auf. Da Esel längere Ohren haben, zeichnet sie auch mit auf oder klebt die Ohren nachher extra auf. Schneidet in die obere Körperklorolle vorne, wo der Kopf über einem Beinpaar sein soll, einen Schlitz mit der Schere ein. In diesen Schlitz steckt ihr den Hals mit dem Kopf. Am anderen Ende könnt ihr aus Wolle einen Schwanz befestigen. Wenn ihr wollt, könnt ihr Spielfiguren dazustellen oder aus Papier einen verletzen Mann und den Samariter basteln.

Material: Ihr braucht zwei leere Klopapierrollen oder eine leere Küchenrolle,  einen grauen Karton   für den Kopf, Wolle, Schere, Kleber und Stifte

Die Bastelvorlage für den Esel kannst du hier downloaden:

 

 

Gebet:
Gemeinsam beten wir:
Gott,
gib uns Augen, Ohren und ein Herz für unseren Nächsten.
Wir möchten erkennen, was er braucht
und wollen auch den Mut haben, zu Handeln.
Zur Zeit brauchen viele Menschen Hilfe oder Unterstützung,
kranke Menschen, einsame Menschen, Menschen, die vom vielen Arbeiten müde sind,
Menschen, die die Hoffnung auf den normalen Alltag verlieren.
Sei du bei und, schenke uns viele Ideen,
wie wir Hoffnung, Mut und Freude und dein Wort in die Welt bringen können.
Du bist immer unser Freund und Begleiter

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

Vielleicht mögt ihr jetzt ein Lied singen.
 

Segen: Es segne und behüte uns Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Oder aber ihr sprecht euch gegenseitig Gottes Segen zu: Gott segne dich/uns!

Kerze auspusten.

Lieder:
Bewahre uns Gott, behüte uns Gott
Ich möcht, dass einer mit mit geht
He, du, hallo, du
Lobe den Herren, den mächtigen König
Lobet und preiset, ihr Völker
Halte zu mir guter Gott
Kindermutmachlied
Laudato si
Danke für diesen guten Morgen
Kommt alle her, hallihallo
Gott sagt uns immer wieder
Gott dein guter Segen
Tragt in die Welt nun ein Licht
Wo Menschen sich vergessen
Möge die Straße uns zusammen führen

Trinitas - das kleine dicke bunte Schaft
Bildrechte: beim Autor