Kindergottesdienst mit Trinitas zum Ostermontag

Liebe Kinder, liebe Eltern!
Jesus sagt: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Momentan können wir nicht in der Kirche/ im Kigo-Raum im Matthias-Lauber-Haus unsere Gottesdienste feiern. Aber wir können es miteinander als Familie zu Hause tun.


Wenn ihr Lust habt, dann sucht euch zuerst euren Kirchenort aus, einen besonders schönen Ort, wo ihr es euch gemütlich machen könnt. Ihr könnt diesen Ort für den Gottesdienst besonders gestalten. Und da können alle mithelfen. Vielleicht Kissen auslegen, auf denen ihr sitzen möchtet und einen Altar auf einer Kiste, einem Tisch oder einem Tuch vorbereiten. Eine brennende Kerze aufstellen, die uns daran erinnert, dass Gott bei unserer Feier dabei ist. Eine Bibel, in der so viele wunderbare Geschichten von Gott und den Menschen stehen – vielleicht habt ihr eine Lieblings-Kinderbibel. Ein Kreuz dafür, dass Gott zu uns in die Welt gekommen ist und den Tod besiegt hat. Vielleicht bastelt oder baut oder malt ihr eines. Blumen, die den Altar schmücken – echte, gebastelte, Blumen aus Lego oder Playmobil. Bei den Liedern können alle mitentscheiden, welche Lieder ihr gerne singen mögt. Der Ablauf ist ein Vorschlag. Ihr könnt auch gerne erst den Gottesdienst feiern und dann im Anschluss basteln.
Heute hören wir eine Geschichte von zwei Jüngern, die einen Weg ganz unterschiedlich gehen – zuerst ganz traurig und dann vor Freude hüpfend. Und wenn ihr mögt, dann dürft ihr eure Hoffnungssteine nicht nur daheim in euren Ostergarten legen, sondern auch welche an das offene Grab im Ostergarten in unserer Kirche. Oder ihr legt sie bei eurem Osterspaziergang irgendwo an einen Ort, wo jemand anderes sie finden kann. Viel Spaß dabei!
Bis bald!
Eure Trinitas

Downloaden könnt ihr den ganzen Gottesdienst zu Ostermontag hier:


 

 

Kindergottesdienst am 13.04.2020 „Die Emmausjünger“


Zu Beginn könnt ihr eine Glocke läuten oder ein Lied singen oder von einer CD spielen. Oder schlagt eine Klangschale an. Oder ihr hört die Glocken einer Kirche in eurer Nähe oder die Glocken unserer Dreifaltigkeitskirche:

 

 

Einer:    Wir sind hier zusammen und feiern Gottesdienst. Wir alle und Gott. Deswegen beginnen wir diesen Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Dazu Kerze anzünden.
Alle:    Amen
Gebet:     Gott, manchmal sind wir traurig. Zum Beispiel, wenn … (hier können die Kinder eigene Beispiele nennen). Aber wir wissen, dass du gerade auch dann bei uns bist. Und das macht uns froh. Wie oft sind wir fröhlich, wenn … (hier können die Kinder eigene Beispiele nennen). Auch unsere Freude können wir dir sagen. Wir können uns freuen, weil Ostern ist und Jesus auferstanden ist. Amen


Vielleicht mögt ihr jetzt ein Lied singen. Heute eignen sich besonders Lieder voller Freude. In der Liste unten sind ein paar neue Lieder aufgenommen.

Geschichte:
Nur weg von Jerusalem. Nur nach Hause in ihr Dorf – Emmaus. Und dann am liebsten alle Fenster und Türen zusperren. Alles aussperren und sich verkriechen. Wie in einem Schneckenhaus. Nur weg von Jerusalem. Alles hinter sich lassen.
Kleopas und Thaddäus sind unterwegs. Traurig und mit gesenkten Köpfen haben sie sich auf den Heimweg gemacht. Der fällt ihnen so schwer. Schritt für Schritt müssen sie sich zwingen. Alle ihre Hoffnung haben sie verloren. Verloren mit Jesus. Sie hatten gehofft, dass er alles verändern würde. Begeistert waren sie von seinen Gedanken, von seinen Geschichten, von seinem Glauben. Ja, er hatte sie angesteckt und sie waren ihm gefolgt – als seine Jünger. Aber jetzt war alles vorbei. Jesus ist tot.


Schritt für Schritt gehen sie. Mit hängenden Köpfen. „Weißt du noch? Wir wollten doch an Jesu Seite die Welt verbessern.“ sagt Kleopas. „Na ja. Er wollte die Welt verbessern.“ antwortet Thaddäus. Und dann sagen sie nichts mehr. Sie gehen und merken erst gar nicht, dass da noch einer mit ihnen geht. „Was ist mit euch? Warum seid ihr so traurig?“ fragt er. Erstaunt schauen sie auf: „Ja, weißt du denn nicht, was in Jerusalem passiert ist. Sie haben Jesus getötet. Gottes Sohn.“ Und sie erzählen ihm, was sie bedrückt. Warum sie so traurig sind. „Aber es musste doch so geschehen. So steht es doch in den alten Schriften.“ Erwidert der Fremde. Sie schauen ihn an. Ratlos. Fragend. Und er fängt an ihnen die Texte und Geschichten zu erklären. Sie laufen weiter und hören ihm zu. Es tut gut, mit jemanden darüber zu sprechen. Das merken sie: Der Fremde tut uns gut.


Gegen Abend kommen sie an in ihrem Dorf. In Emmaus. Der Fremde will weitergehen. Aber Kleopas möchte, dass er bleibt: „Komm, bleibe bei uns. Es ist doch schon Abend.“ Und auch Thaddäus nickt. Gemeinsam gehen sie ins Haus. Kleopas und Thaddäus bitten den Fremden an den Tisch – den sie mit Brot und Wein gedeckt haben. Der Fremde nimmt das Brot, er bricht es, dankt Gott und teilt es aus. Und genauso macht er es mit dem Wein. Thaddäus und Kleopas reißen die Augen auf. Ihre Münder stehen vor Staunen offen.  Sie erkennen, wer der Fremde ist. Aber der ist verschwunden. Trotzdem wissen sie, wer es war. Sie rennen aus ihrem Haus hinaus. Sie rennen und hüpfen vor Freude. Den ganzen Weg zurück. Zurück nach Jerusalem zu den anderen Jüngern. Sie müssen es ihnen erzählen. Jesus war bei ihnen. Jesus lebt!
In Jerusalem angekommen, klopfen sie erst gar nicht an die Tür. Sie stürmen ins Haus. Völlig außer Atem. Voller Freude. Lachend: „Jesus lebt! Wir haben ihn gesehen. Jesus lebt!“

Vielleicht mögt ihr jetzt ein Lied singen. Oder euch über die Geschichte unterhalten

Basteln:
Material: Steine, bunte Farben (Acrylfarbe, Eddings, Nagellack, Filzstifte), Lack

Steine bemalen mit Trinitas
Bildrechte: beim Autor

Die Jünger freuen sich und sind wieder voller Hoffnung. Heute wollen wir Hoffnungssteine bunt bemalen. Dazu bemalt die Steine bunt mit Zeichen der Hoffnung oder ihr beschriftet sie mit Hoffnungsworten. Ihr könnt diese dann in euren Ostergarten an das offene Grab legen oder an den Ostergarten in der Kirche oder ihr verschenkt diese Hoffnungssteine. Wenn ihr sie nach draußen legen wollt, müsst ihr sie vorher mit wasserfesten Lack bepinseln oder besprühen.

Gebet:
Gott, wir freuen uns über Ostern. Wir freuen uns, dass Jesus lebt und nicht tot ist. Vorbei sind die Dunkelheit und die Angst des Karfreitags. Die Ostersonne bringt Licht und Freude. Sie verkündet: Christus ist auferstanden! Amen
Gemeinsam beten wir:
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

Vielleicht mögt ihr jetzt ein Lied singen.
Segen: Es segne und behüte uns Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Oder aber ihr sprecht euch gegenseitig Gottes Segen zu: Gott segne dich/uns!
Kerze auspusten.

Lieder:
Er ist erstanden, Halleluja
Wir wollen alle fröhlich sein
Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt
Lobe den Herren, den mächtigen König
Lobet und preiset, ihr Völker
Halte zu mir guter Gott
Er hält die ganze Welt
Gottes Liebe ist so wunderbar
Kindermutmachlied
Laudato si
Danke für diesen guten Morgen
Kommt alle her, hallihallo
Gott sagt uns immer wieder
Gott dein guter Segen