Passionsandacht zum Sonntag Invocavit für zuhause

1. Sonntag der Passionszeit - Invocavit

21. Februar 2021 – Pfarrer Alexander Röhm

Liebe Besucherinnen und Besucher unserer evangelischen Dreifaltigkeitskirche in Kaufbeuren und unserer Homepage!
In der Passionszeit 2021 möchten wir Ihnen wieder – wie im letzten Jahr auch – Andachten zum Mitnehmen bereitstellen. Sie liegen in der Dreifaltigkeitskirche aus und sind über unsere Homepage abrufbar. Sie laden dazu ein, Zuhause Gottesdienst zu feiern. Gebe Gott uns seinen Segen – heute und an jedem Tag, bis wir uns wiedersehen!
(Zu Beginn können Sie gerne eine Kerze entzünden und sprechen:)

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen.

Evangelisches Gesangbuch 347, 1+2 Ach bleib mit deiner Gnade
1. Ach bleib mit deiner Gnade bei uns, Herr Jesu Christ, dass uns hinfort nicht schade des bösen Feindes List.
2. Ach bleib mit deinem Worte bei uns, Erlöser wert, dass uns sei hier und dorte dein Güt und Heil beschert.

Gebet aus Psalm 91
1 Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt
und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt,
2 der spricht zu dem Herrn: /
Meine Zuversicht und meine Burg,
mein Gott, auf den ich hoffe.
3 Denn er errettet dich vom Strick des Jägers
und von der verderblichen Pest.
4 Er wird dich mit seinen Fittichen decken, /
und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln.
Seine Wahrheit ist Schirm und Schild,
5 dass du nicht erschrecken musst vor dem Grauen der Nacht,
vor dem Pfeil, der des Tages fliegt,
6 vor der Pest, die im Finstern schleicht,
vor der Seuche, die am Mittag Verderben bringt.
9 Denn der Herr ist deine Zuversicht,
der Höchste ist deine Zuflucht.
10 Es wird dir kein Übel begegnen,
und keine Plage wird sich deinem Hause nahen.
11 Denn er hat seinen Engeln befohlen,
dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen,
12 dass sie dich auf den Händen tragen
und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.

Stille

Lesung aus dem Evangelium nach Matthäus im 4. Kapitel, Verse 1-11
Da wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er von dem Teufel versucht würde. 2Und da er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. 3Und der Versucher trat herzu und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so sprich, dass diese Steine Brot werden. 4Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben (5. Mose 8,3): »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.« 5Da führte ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und stellte ihn auf die Zinne des Tempels 6und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so wirf dich hinab; denn es steht geschrieben (Ps 91,11-12): »Er wird seinen Engeln für dich Befehl geben; und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.« 7Da sprach Jesus zu ihm: Wiederum steht auch geschrieben (5. Mose 6,16): »Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.« 8Wiederum führte ihn der Teufel mit sich auf einen sehr ho-hen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit 9und sprach zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest. 10Da sprach Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan! Denn es steht geschrieben (5. Mose 6,13): »Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott, und ihm allein dienen.« 11Da verließ ihn der Teufel. Und siehe, da traten Engel herzu und dienten ihm.

Evangelisches Gesangbuch 347, 5 Ach bleib mit deiner Gnade
5. Ach bleib mit deinem Schutze bei uns, du starker Held, dass uns der Feind nicht trutze noch fäll die böse Welt.

Gedanken zum Sonntag: Das Wortgefecht
Ein Bibelwort folgt auf das nächste! Mir scheint Jesus und der Teufel nehmen das Wort Gottes wie eine Waffe in den Mund, um den anderen außer Gefecht zu setzen. Auch der Teufel bemüht sich um Worte aus der Heiligen Schrift. Er will seine Überlegenheit beweisen. Am Ende hat er dennoch keine Chance gegen Jesus von Nazareth. Der Teufel verlässt ihn und Engel treten zu ihm und die-nen ihm. Jesus ist der Herr des Lebens!
Ein für alle Mal ist der Teufel besiegt. Das Böse hat keine Macht mehr in Gottes Wirklichkeit!
Auch in unserem Leben hat der Teufel keinen Platz mehr. Unsere Versuchung liegt in uns selbst in unserem Menschsein. Die Versuchung gehört zu uns, weil wir Menschen sind. Für mich wäre es unnatürlich, einer Versuchung nicht nachzugeben. So stark bin ich nicht.
„Sündige kräftig, aber noch kräftiger glaube!“ Ich nehme mir diese Worte Luthers gerne in mein Lebensgepäck. Der Glaube an einen Gott, der mir einen Engel schickt, der auch mir dient, verleiht mir Flügel. Und die Gewissheit, dass er seinen Engeln befohlen hat, mich zu behüten auf allen meinen Wegen, gibt mir die Freiheit, mich auf das Wagnis Leben einzulassen immer wieder neu, täglich, in guten und in schlechten Zeiten, mit allen Versuchungen!
Gerne stimme ich in die Worte der Tradition ein, die mir ins Herz geschrieben sind: »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.«

Stille

Vaterunser
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. Amen.

Segen
Der HERR segne dich und behüte dich; der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden (aaronitischer Segen)

Als pdf downloaden können Sie die komplette Andacht hier: